post-cordoba report, part 1

I wrote the next bit in German for a change because writing larger and more “analytical” texts is much easier for me in this language. Sorry to all those who don’t understand!

Ps: this is part 1 of my resume of the week I spent in Cordoba. Part 2 will follow.

Es ist nicht einfach auf grund eines Aufenthaltes von einigen Tagen, von denen rund die Hälfte mit Ausflügen in die nähere Umgebung verbracht wurden, einen Eindruck einer ca. 3 Millionen Einwohner zählenden Grossstadt zu gewinnen geschweige denn einen solchen anderen Menschen zu vermitteln, die die Stadt gar nicht kennen. Daher besteht mein folgender Bericht über Cordoba, einer der 3 (?) grössten Städte Argentiniens aus einer Ansammlung von „snapshots“, die logischerweise wahrscheinlich mehr über mich aussagen als über die Stadt.

Als erstes eine Impression, die mir erst hier in Lima (einer noch viel grösseren Stadt) aufgefallen ist: Metropolen, Grossstädte weltweit gleichen sich immer mehr (ein Phänomen, das die Soziologin Saskia Sassen als Global Cities bezeichnet hat). Wenn ich mit dem Taxi durch Lima fahre, dann sind die Unterschiede zu einer Fahrt durch Warschau kleiner als die Gemeinsamkeiten: Klar gibt es hier Palmen und dort nicht und der Fahrstil ist vermutlich etwas südlicher, sprich wilder, als man es sich aus Mitteleuropa gewohnt ist. Aber trotzdem sieht man überall Billboards mit Werbungen von Multis, findet an jeder Ecke eine McDonald’s- oder KFC-Filliale und sieht vor lauter Banken resp. ATMs die Stadt nicht mehr. Das sind jetzt eher ganz frische Eindrücke aus Lima aber sie erinnern mich an die ersten Stunden in Cordoba: wo etwas zu essen finden, das kein Fast Food ist, wo einen Park finden vor lauter Strassen und Läden, wohin fluechten vor lauter Bankomaten …

Was die Stadtplanung angeht, so ist mir an Cordoba vor allem aufgefallen wie extrem quadratisch resp. rechteckig die Strassenführung ist. Wahrscheinlich ähnlich wie in den USA und deutlich anders als in vielen europäischen Städten. Dies führt natürlicherweise dazu, dass wegerklärungen mit Hilfe der Anzahl von Cuadros ausgedrückt werden: 3 cuadros geradeaus, dann links und nach 2 cuadros rechts und schon bist du da. Wo wir schon bei Wegbeschreibungen sind, ein paar Worte zur Auskunftserteilung in Cordoba: Generell lässt sich feststellen, dass die Menschen hier sehr freundlich und hilfsbereit sind. Es ist mir praktisch nie passiert, dass ich auf eine Frage keine Auskunft erhalten hätte. Es ist hingegen das eine oder andere Mal (aber viel seltener als das Gegenteil) vorgekommen, dass ich falsche Informationen erhalten habe – schwierig zu sagen, ob es dabei daran lag, dass sich in der Zwischenzeit etwas verändert hatte oder dass die Person es einfach nicht wusste und irgendwas behauptete. In der Regel aber erhielt man kompetent Auskunft. Auch sonst sind die Menschen sehr offen und freundlich und am Gegenüber interessiert.

Voraussetzung ist allerdings, dass man der spanischen Sprache einigermassen mächtig ist. Englisch wird hier sehr wenig gesprochen und wenn, dann an Orten, wo dies sehr wichtig ist, wie zum Beispiel am Flughafen oder im Backpackers in Lima. Im Hostel in Cordoba hingegen hatte ich nie den Eindruck als könne irgendein Angestellter auch nur ein paar Brocken englisch. Für mich ist dies natürlich überhaupt kein Problem sondern eher ein Vergnügen: Endlich kriege ich eine Gelegenheit meine Spanisch-Kenntnisse von Gymnasium, das ich vor mehr als 10 Jahren abgeschlossen habe (und seither praktisch keine Gelegenheite hatte sie anzuwenden), aufzufrischen. Und tatsächlich funktioniert die Kommunikation praktisch von Tag zu Tag besser. Gerade am Anfang wurde dies noch dadurch erschwert, dass ich am Nirvana Festival Kontakt mit vielen Menschen hatte, deren Muttersprache englisch war und mit denen es sinnlos war spanisch sprechen zu wollen. Aber schon dort habe ich mich erfolgreich gegen Versuche von Südamerikanern (z.B. Chad, ein Freund von Jamil aus Guatemala) gewehrt englisch mit mir zu sprechen. Und seit einigen Tagen ist mein spanisch so fliessend, dass ich z.B. Recht Mühe hatte mich plötzlich auf französisch umzustellen, als wir einen Ausflug mit ein paar Franzosen machten 😉 Natürlich könnte es noch besser sein (am meisten Mühe bereitet mir das Vokabular wenn es um Begriffe geht, die man nicht jeden Tag verwendet, oder exotische Früchte etc. Und natürlich die Grammatik allem voran mit den Konjugationen in der Vergangenheit – aber das ist zum Glück kein sehr grosses Hindernis für die Kommunikation) aber die meisten, die sich dazu äussern, loben mein sehr gutes spanisch (wohl vor allem vor dem Hintergrund ihrer bescheidenen englisch-Kenntnisse ;)).

Als zweites sind mir nach den Auswirkungen der Globalisierung und Kapitalisierung die streunenden Hunde aufgefallen. Vor allem, weil dies etwas ist, das es bei uns nicht gibt und weil ich ein grosser Hundeliebhaber bin  Interessanterweise verhalten sie sich sehr friedlich. Meistens schlafen sie irgendwo an einem schattigen Plätzchen oder sind – unaufdringlich – auf Nahrungssuche (einmal habe ich ein Paar solcher Hunden mit je einem Kracker oder so beglückt). Ein einziges Mal habe ich einen Konflikt erlebt und auch das nur untereinander – dass sie sich Menschen gegenüber auf irgendeine Weise aggressiv verhalten hätten, ist mir nie zu Gesicht gekommen (manchmal bellten sie vorbeifahrende Autos an): Ein Hund tauchte in einer Strasse auf und begann mit einem anderen einen Knurrwettstreit; kurz sah es so aus als würden sie sich in die Wolle geraten aber dann liessen sie voneinander ab und der „neue“ Hund lief in eine andere Richtung; zu einer Gruppe schlafender Hunde, die sich nun erhoben und den Neuankömmling beschnupperten. Er urinierte an die Mauer und es kam zu keinem Konflikt.

Als nächstes fallen einem resp. fielen mir all die umherstehenden und umherlaufenden Polizisten auf. Ich habe selten in einer Stadt so viele uniformierte Polizeibeamte pro Quadratkilometer gesehen, wie in Cordoba. Es ist nicht ganz klar, wozu dies dient, da sie erstens praktisch nie etwas machen (nur einmal, am ersten Abend habe ich erlebt, wie eine Person an die Mauer gelehnt stand, mit gespreizten Beinen, Gesicht zur Mauer, Hände ausgestreckt an die Mauer gelehnt, hinter ihr einige Polizisten in bedrohlicher Postur – allerdings tat sich minutenlang nichts und bis heute ist mir nicht ganz klar, ob es nicht eine an mich gerichtete Provokation gewesen sein kann – denn gerade an diesem Abend wurde ich ein oder zweimal – vermutlich wegen meinen langen Haaren – von Polizisten angesprochen, allerdings funktionierte meine „ich verstehe nichts und ignoriere euch einfach“-Taktik in diesen Fällen sehr gut und anschliessend hatte ich nie wieder mit ihnen zu tun. Vielleicht haben sie sich ja nach ein paar Tagen daran gewöhnt, dass ein Freak-Tourist in der Stadt ist und es dabei belassen mich zu beobachten – denn beobachtet bin ich mir praktisch die ganze Zeit vorgekommen) und zweitens hat es anscheinend auch eine Videoüberwachung; zu mindest bin ich einmal an einem Gebäude, das mit Städtische Videoüberwachungsyentrale oder so ähnlich angeschrieben war, vorbeigelaufen. Ausserdem habe ich gehört, dass sie sowieso nur da seien um Präsenz zu markieren und nicht um gross etwas zu unternehmen. Interessanterweise gibt es auch solche die mit TourPol angeschrieben sind – Touristenpolizei. Zum Glück musste ich nie rausfinden, warum es extra eine Polizei für Touristen gibt, aber wahrscheinlich sind das meine ganz besonderen Freunde und Helfer 😉

Auch wenn es auf den ersten Blick so scheinen mag, als sei Cordoba von der NWO dominiert (Fast Food, Banken, Apotheken an jeder Ecke), so zeigt sich bei einem längeren Aufenthalt, dass wir es auch hier mit einer Überlagerung von NWO und Kristallmatrix zu tun haben – nicht nur gibt es nicht weit von Cordoba entfernt Eso-Enklaven wie San Marcos Sierra oder Capilla del Monte, die ich beide das Vergnügen hatte zu besichtigen, sondern es hat auch Bioläden (dieteticos genannt), in denen man zwar nicht die gleiche Auswahl an Produkten findet wie ihm Egli oder Ruprecht (was das angeht, sind wir in der Schweiz in einer sehr privilegierten Situation!), aber dennoch Vollkornreis, Saft ohne Zucker (und auch ohne Aspartame, was in vielen anderen Produkten als Zuckerersatz dient) und ähnliches. Ausserdem funktioniert das Resonanzgesetz extrem gut: Sobald man einige Tage Zeit hat, um der Kristallmatrix Zeit zu geben, sich auf seine Frequenz einzuschwingen, zieht man nur noch Menschen und Situationen, die einem sehr entsprechen, man muss einfach Augen, Ohren und alle anderen Sinne offen halten. Ein krasses Beispiel dazu am Anfang: Nachdem ich von Capilla del Monte zurückgekehrt war, verbrachte ich eine Nacht im gleichen Zimmer wie Miguel, ein Argentinier, der in Brasilien Spanischunterricht erteilt und gerade in den Ferien war. Als erstes sah ich, dass er gerade Walden von Henry David Thoreau am lesen war und sofort war klar, dass wir uns gut verstehen würden. Am vorletzten Tag habe ich ihm dann meinen Elektrizitätsumstecker ausgeliehen, damit er den Akku für seine Fotokamera wieder aufladen kann. Da ich auf einen ganztägigen Ausflug fuhr, machten wir ab, dass ihn mir ins Zimmer legen oder an der Rezeption abgegen würde. Als ich am Abend zurückkam, war der Umstecker nirgends und die von der Rezeption wussten auch von nichts. Ich glaube sie hatten ihn auf dem Kiecker weil er kein Geld hatte und sie automatisch davon ausgingen, dass er klauen wollte. Er fand sie natürlich umgekehrt (aufgrund eben dieser Ressentiments) als unsympatisch, so dass er den Umstecker behielt und ihn mir am nächsten Tag persönlich übergeben wollte. Als er am Nachmittag im Hostel ankam, war ich gerade in der Stadt am rumstressen, um einen Föteler zu finden (schliesslich gab er mir den Rat in Peru einen zu kaufen, weil sie hier billiger seien). An der Rezeption teilten sie ihm, ich sei schon weg (obwohl sie wussten, dass mein Gepäck noch dort war…). Ich wanderte also in den Strassen von Nueva Cordoba (dem Stadteil in dem ich meine Woche in Cordoba verbracht hatte) umher als ich plötzlich jemanden hörte der mich rief. Es war Miguel! Auch er war am umherstreifen um mich zu finden und mir den Umstecker zurückzugeben, da er wusste, dass ich ohne ihn aufgeschmissen war. Und tatsächlich hatte es uns das Resoannzgesetz erlaubt uns zu finden, sehr schön! 

To be continued…

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